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Kath. Jugendreferat und BDKJ Dekanatsstelle Friedrichshafen
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Katholisches Jugendreferat | BDKJ Dekanatsstelle Friedrichshafen

Willkommen auf der Website des Jugendreferats Friedrichshafen
Auf dieser Homepage gibt es viele Informationen zur katholischen Jugendarbeit im Dekanat Friedrichshafen.

Aktuelle Infos

VERANSTALTUNGEN/TERMINE
05.06.2017 - 11.06.2017
Taizé
Nähere Infos unter "Ökumenische Jugendfahrt nach Taizé"
25.06.2017
Jugendkirchenschiff
NEUES
KUPA
Im Januar haben 19 Jugendliche unseren Gruppenleiterkurs erfolgreich absolviert. [mehr »]


Kuschelkurs adieu - Unterschiede erkennen und aushalten
Jugendseelsorgetagung 2017 testet Resonanzpädagogik für eine gelingende kirchliche Jugendarbeit

Wernau | Die diesjährige Jugendseelsorgetagung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart vom 9. bis 12. Januar 2017 in Rot an der Rot mit dem Titel "DIE sind mir fremd!" thematisierte den Umgang mit kulturellen Unterschieden im Arbeitsfeld der kirchlichen Jugendarbeit. Dabei setzten sich die knapp 100 TeilnehmerInnen mit ihrer eigenen kulturellen Prägung auseinander und suchten in der Resonanzpädagogik eine Antwort auf den Umgang mit dem Fremden, Anderen und der bestehenden Differenz.

Jeder Mensch „tickt“ anders, geprägt durch sein kulturelles Umfeld. Anderen Personen und Sachverhalten außerhalb seiner Wertevorstellungen begegnet er mit bestimmten Erwartungen, Vorurteilen oder Abneigungen. Wie mit diesem Fremden dennoch eine gelingende Beziehung aufgebaut werden kann, diskutierten die TagungsteilnehmerInnen mit Maximilian Engl, Diplomtheologe und Leiter des Instituts für kulturbewusste Kommunikation (KUBIKOM). „Im Umgang mit dem Fremden ist es wichtig, sich seiner eigenen Werte, Vorurteile und Abneigungen klar zu sein. Sie sagen mehr über einen selbst aus, als über das fremde Gegenüber“, erklärt Engl. Wenn man sich offen auf den anderen einlässt, sich auch möglichen Irritationen aussetzt, dann kann es zu einer gemeinsamen Verständigung kommen. Die Resonanzpädagogik nach Hartmut Rosa spricht dabei von einer gemeinsamen Schwingungsebene, einem Knistern oder einem Resonanzdraht, der zum Glühen kommt.

Bei Exkursionen nach Memmingen und Biberach setzten die TeilnehmerInnen die Theorie in die Praxis um. Dort trafen sie etwa auf Gefängnisseelsorger Oliver Föhr, auf Arbeiter der Handtmann Metallgusswerk GmbH & Co. KG, einen Transsexuellen oder Felix Benneckenstein, einen Aussteiger aus der rechten Szene. Eine Reihe von Workshops mit weiteren Beispielen gelungener Resonanzbeziehungen boten darüber hinaus Impulse für die eigene pastorale Jugendarbeit vor Ort. Sei es in der Zeltlagerfreizeit mit jungen Flüchtlingen, im Arbeitskreis Asyl oder beim Religionsunterricht mit einer Berufsschulklasse. In praktischen Übungen lernten die JugendseelsorgerInnen zudem einige Methoden und Kniffe, um populistischen Stammtischparolen zu widersprechen.

In einer abschließenden Diskussionsrunde gingen Dr. Michael Schüßler, Professor für Praktische Theologie an der Universität Tübingen und Dr. Bernd Hillebrand, Hochschulseelsorger in Tübingen, der Frage nach, wo die Grenzen der von Soziologe Rosa definierten Resonanz liegen. „Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Resonanz nicht planbar ist. Sie passiert oder eben auch nicht“, meint Schüßler. „Es geht in der kirchlichen Jugendarbeit eher darum Resonanzräume zu eröffnen, die dieses Knistern zwischen den Menschen ermöglichen können“, bekräftigt Bernd Hillebrand. Bestimmte Settings, die eigens für eine gelungene Begegnung ausgewählt werden, sind somit keine Garantie für eine funktionierende Resonanzbeziehung. Schüßler betont, dass solange das Gegenüber nicht ebenfalls zu einer wertfreien Annäherung bereit sei, oder sich gleichermaßen emotional ergreifen lasse, könne man nicht von Resonanz sprechen. Dies trifft auch bei so genannten Echobeziehungen zu, die lediglich die eigenen Wertevorstellungen widerspiegeln und keine fremden Sichtweisen zulassen. Gerade die kirchliche Jugendarbeit ist anfällig für diesen Trugschluss, da sie viele kleine pastorale Echokammern mit gleichdenkenden, gleich sozialisierten, gleich tickenden Jugendlichen schafft. Schüßler appellierte an die Tagungsteilnehmer, den Kuschelkurs zu verabschieden, sich radikal dem Fremden zu öffnen, Unterschiede wahrzunehmen und sie auszuhalten.

Der nächste Sommer kommt!
Freizeitenkatalog 2017 der BDKJ Ferienwelt erschienen!

Abwechslungsreiche Freizeitenangebote in den Sommerferien bietet die Ferienwelt im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Junge Menschen mit Interesse an einem aktiven Ferienprogramm können aus einem umfangreichen Angebot mit Reisezielen in Europa wählen.

Ob Gleitschirmfliegen auf der Schwäbischen Alb oder Gruselnacht am Bodensee, Kanu-expedition auf der Lahn oder Strandurlaub am Mittelmeer – im neuen Angebot der BDKJ Ferienwelt ist für jeden Freizeittyp etwas dabei. Zahlreiche Ziele in Deutschland und Europa warten darauf von jungen Leuten entdeckt zu werden.


Informationen zu allen Freizeitangeboten gibt es online unter www.bdkj-ferienwelt.de oder direkt bei der BDKJ Ferienwelt, Antoniusstr. 3, 73249 Wernau, Fon: 07153 3001-122, Fax: 07153 3001-622, ferienwelt@bdkj.info



Roter Teppich für „Grenzgänger“
Katholischer Jugendmedienpreis 2016 zeichnet vier Kurzfilme aus

Wernau/Stuttgart | Am 4. Dezember 2016 wurden im Rahmen der 22. Filmschau Baden-Württemberg im Metropolkino Stuttgart vier Kurzfilme zum Thema "Grenzgänger" durch das Bischöfliche Jugendamt (BJA) der Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgezeichnet. Zum vierten Mal in Folge wurde zusätzlich die Kategorie Publikumspreis vergeben, mit dem die feierliche Preisverleihung begann. Das Musikvideo „Peace for Syria“ der Stuttgarter HipHop Band Grenzgänger erhielt den mit 300 Euro dotierten Preis für ihre gekonnt gerappte Message für mehr Solidarität und Empathie für alle, die unter Krieg leiden oder sich auf der Flucht davor befinden.

Das Thema Fremde, Flüchtlinge und Asylpolitik im Allgemeinen stand auch im Gewinnerfilm der Alterskategorie 20 bis 25 Jahre im Mittelpunkt. In „Mitfahrer“ von Daniela Schramm Moura aus Stuttgart entfaltet sich ein Beziehungskonflikt zwischen einem jungen – scheinbar weltoffenen - Paar, das einen Mann aus Gambia über die Grenze mitnehmen will. Überzeugend zeigen die zwei Hauptdarsteller die ganze Palette an Emotionen auf, die zwischen zwei Menschen entstehen, die in der eskalierenden Auseinandersetzung zunehmen erkennen, dass der andere doch so ganz anders tickt, als man selbst. Die junge Nachwuchsfilmerin konfrontiert die ZuschauerInnen mit der Frage: „Wie würde ich handeln?“ und wurde für diese filmische Anregung mit 500 Euro ausgezeichnet.

Über 300 Euro der Alterskategorie 16 bis 19 Jahre konnte sich Valentin Birner aus Seeon freuen. An seinem Animationsfilm „Wie finden Sie die Neuen?“ beeindruckte besonders, wie die Thematik Immigration und Integration von Fremden in die eigene Gesellschaft auf eine leichte und humorvolle Art und Weise umgesetzt wurde. Aussehen und Sprachduktus der liebevoll überzeichneten Charaktere schaffen eine gekonnte Spiegelung realer Stimmungslagen in eine quietschbunte fiktive Parallelwelt, in der sich der eine oder andere mit seiner eigenen Einstellung wiederfindet.

In der Alterskategorie bis 15 Jahre freute sich Jungfilmerin Luca Pelz aus Böbingen über 200 Euro Preisgeld. In ihrer Dokumentation „Alpenüberquerung 2016 – Eine Familie geht an ihre Grenzen“ erzählt sie mit viel dramaturgischem Geschick eine runde Story, die ganz ohne Dialoge auskommt und eher die Bilder sprechen lässt.

Alle Preisträgerfilme zum Wettbewerb um den katholischen Jugendmedienpreis 2016 unter dem Motto "Grenzgänger" werden ab Januar 2017 auf: www.spirizone.de zu sehen sein.

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit dem Filmbüro Baden-Württemberg e.V. und der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet. Unterstützt wird der Katholische Jugendmedienpreis zudem durch die Jugendpresse Baden-Württemberg e.V., dem Katholischen Pressebund e.V., der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der diözesane Jugendstiftung JUST.
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Fotos frei zum Abdruck:
161204-T-Katholischer-Jugendmedienpreis-4690,jpg: Preisträger Puplikumspreis Stuttgarter Hiphopband Grenzgänger
161204-T-Katholischer-Jugendmedienpreis-4725.jpg: Preisträger AK 20-25, "Mitfahrer" von Daniela Schramm (nicht auf dem Bild)
161204-T-Katholischer-Jugendmedienpreis-4709.jpg: Preisträger AK 16-19, Valentin Birner aus Seeon
161204-T-Katholischer-Jugendmedienpreis-4701.jpg: Preisträgerin AK bis 15, Luca Pelz aus Böbingen



Kontakt

Kath. Jugendreferat Friedrichshafen
Katharinenstr. 16
888045 Friedrichshafen

Mail: jugendreferat-fn@bdkj.info